Hotelgastronomie

Die Gastronomie bildet zusammen mit der Unterkunft das Gastgewerbe. Das ist die gewerbsmäßige Beherbergung und Bewirtung von Gästen. Der zuständige Bundesverband ist der DEHOGA, der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband. Die Gastronomie ist, ebenso wie die Beherbergung, eine eigene Dienstleistung. Die Hotelgastronomie letztendlich ist eine Gemeinschaftsverpflegung, die sich in erster Linie auf die Hotelgäste bezieht und sich vielfach auf sie beschränkt. Wenn die Hotelgastronomie vom Hotel selbst betrieben und unterhalten wird, dann richtet sie sich in aller Regel nur an die Hotelgäste. Außerhausgäste haben dann Zutritt zum Hotelrestaurant, wenn der Gastronom ein externer Pächter ist. Für ihn und für das Hotel ist seine Hotelgastronomie eine Win-win-Situation. Der Hotelier erhält eine Pacht, und der Hotelgastronom profitiert von den Hotelgästen, die ihrerseits aus unterschiedlichen Gründen die Hotelgastronomie in Anspruch nehmen.

Art und Umfang der Hotelgastronomie orientieren sich in starkem Maße an dem Hotelcharakter. Ein Flughafenhotel unterscheidet sich in dieser Hinsicht deutlich von dem Urlaubshotel, das seinen Hausgästen mit Frühstück, Halb- oder Vollpension zuzüglich nachmittäglichem Kaffee und Kuchen bis zu vier Mahlzeiten serviert. Das Angebot der täglichen Speisen und Getränke ist auch abhängig von den räumlichen Gegebenheiten des Hotels und der Zahl der Gäste. Ist ausreichend Platz vorhanden, können die verschiedenen Mahlzeiten in unterschiedlichen Räumen serviert werden. Bei nur einem einzigen, wenn auch großen Speisesaal hingegen wird die Hotelgastronomie sich zu einem ganztägigen kalt-warmen Buffet entscheiden, entscheiden müssen. Das ist keineswegs ein Nachteil, sondern eine eigene Art der Bewirtung. Ein qualitativ gutes und personell aufmerksam geführtes Buffet kann ein buchstäbliches Erlebnisbuffet sein. Die Speisenvielfalt ist ebenso groß wie vielseitig. Der Wechsel vom Frühstücks- über das Mittags- hin zum Abendbuffet ist für die Hotelgastronomie mindestens so interessant wie für die Buffetgäste. Allein die Wahl zwischen warmen und kalten Buffetspeisen bietet den Hotelgästen vielerlei Abwechslung. Das Themenbuffet ist eine ebenso beliebte Variante wie thematische Highlights auf dem Buffet.

Die Hotelgastronomie in luxuriösen Mehrsternehotels ist bestrebt, neben dem allgemeinen Speisesaal ein separates Restaurant anzubieten. Hier werden Menüs und Tellergerichte À la carte serviert, und in vielen Fällen korrespondiert damit ein auserlesenes Weinangebot. Auch die Auswahl an Mineralwässern nimmt kontinuierlich zu. Ein solches Hotelrestaurant wird meistens extern betrieben, oft von einem renommierten Sternekoch.

Und in vielen Fällen gehört ein weiteres Restaurant zur Hotelgastronomie, beispielsweise als Stübl bezeichnet. Es ist absichtlich rustikal eingerichtet und wendet sich an den Hotelgast, der auf die Schnelle, also ohne großen zeitlichen und finanziellen Aufwand, einen Happen zu sich nehmen möchte. Hier ist die Atmosphäre lockerer, und im Gegensatz zum Speisesaal oder zum Gourmetrestaurant einige Etagen höher wird auch frisch gezapftes Bier ausgeschenkt.

Der Hotelbetreiber ist daran interessiert, seine Hotelgastronomie auf buchstäblich mehrere Beine zu stellen. So zahlreich und vielfältig die Gäste sind, so vielseitig muss auch die Hotelgastronomie sein. Denn im Endeffekt geht es darum, dass sich der Hotelgast möglichst komplett, also zu allen Mahlzeiten im Hotel verpflegt.